Archive vom September, 2007



Prinzessin Hammy von Großzicke und Bauer Norf

Veröffentlicht am September 21, 2007

Die Zweisamkeit und das friedliche Miteinander hielt leider nicht sehr lange an. Kaum war Norf eingezogen wurde er aus unerfindlichen Gründen krank, verlor um die 200g innerhalb eines Monats und an Ansehen bei Hammy. Sie zollte es ihm direkt mit Beißattacken und fügte ihm schwere Wunden zu. Und nicht nur das. Bei dem Versuch beide innerhalb eines Kampfes zu trennen, wurde auch einer von uns so schwer verletzt, das eine schmerzhafte klaffende Fleischwunde zwischen zwei Fingern entstand. Somit mussten wir beide auf Dauer trennen. Jetzt saßen Sie da, jeder ein einer Hälfte des Käfigs, getrennt durch eine Plexiglasscheibe. Vorrang hatte jetzt Norfs Gesundheit so das wir guckten, das er zu Kräften kommt und er sich bei Zeiten wieder durchsetzen kann. Ein Monat verstrich bis zum ersten Versuch beide aneinander zu gewöhnen. Doch leider vergebens. Norf hat solchen Respekt vor Hammy bekommen, das er sofort kuschte als sie ihm zu nahe kam. Hammy nutze dies natürlich direkt aus um ihre Stellung zu behaupten und attakierte ihn ständig mit bissen. Nach langem Überlegen entschlossen wir uns schweren Herzens Hammy abzugeben, bis uns ein Tipp aus dem Meerschweinforum (siehe Linkliste) zu Hilfe kam. Wir sollte statt der Plexiglasscheibe ein Holzgitter nehmen, damit beide sich nicht nur sehen, sondern auch riechen könnten und beide so ca. 2-3 Wochen zusammen lassen.

Gesagt getan.
Wir haben ein Gitter mit ca. 2 cm Zwischenraum gebaut, welches hoch genug war das beide nicht drüberhüpfen konnten. Beide hielten sich oft an diesem Gitter auf, wobei Hammy ständig erfolglos versuchte Norf zu beißen und er Brummselnd auf und und ab ging. Nach nicht ganz 1 Woche waren wir heil froh das der Abstand zwischen den einzelnen Stäben so gering gewählt wurde, da beide ständig versuchten sich durchzubeißen. Irgendwann passten beide auch schon mit dem Kopf durch und wurden nur noch von ihren Leibern zurückgehalten. Jedenfalls nutzen wir eines Tages die Stunde als Hammy sichtbar läufig/rattig/heiß war und setzen beide außerhalb ihres Käfigs zusammen. Die Machtspielchen gingen sofort los. Hammy war die ganze Zeit zwischen Paarungswunsch und Stellungsverlust hin und her gerissen. Zum Schluss gewann aber Gott sei Dank der Trieb!

Das Eis war somit gebrochen. Wir behielten beide noch für einige Zeit außerhalb des Käfigs zusammen, beobachteten ihr Verhalten und setzten sie erst ohne Trennung wieder in den frisch ausgewischten und komplett neu gestalteten Stall zusammen als sich ein relativ friedliches Zusammensein absehen lies. Da wir unsere Prinzessin Hammy von Großzicke aber kennen und die Situation jederzeit umschlagen konnte, verlagerten wir unser Nachquatier für die nächsten beiden Tage aus dem Schlafzimmer ins Wohnzimmer, damit wir auch in der Nacht schnellstens eingreifen konnten. Zum Glück war dies nicht von Nöten. Alles blieb bis heute friedlich. Bauer Norf wurde geduldet und durfte im Hammyreich bleiben.